Zwiegestalten.

In dieser Woche war ich irgendwie nachdenklich. Am vergangenen Freitag war der sogenannte „Earth Day„. Ein Projekt worum es darum geht – achtsamer durch die Welt zu gehen und erst den Kopf einzuschalten bevor man handelt. „Muss ich dieses oder jenes haben!?“, „Muss ich wirklich das Auto nehmen, wenn ich Brötchen hole!?“ oder oder oder. Schließlich hat jedes Handel eine Auswirkung auf die Umwelt.

In Sachen Klimawandel befinden wir uns ja nicht mehr am „Scheitelpunkt“, sondern eher schon darüber hinweg. Viele Wissenschaftler sind sich einig, „Retten“ kann man nichts mehr sondern nur noch hinauszögern. Unser jetziges Handeln beeinflusst maßgeblich die Zukunft unserer Kinder, Enkelkinder und viele Menschen in der Gegenwart. So herrscht zum Beispiel in Indien gerade die schlimmste Hitzewelle, die jemals gemessen wurde.

Jeder kann etwas tun und irgendwie hat auch bei mir ein Umdenken begonnen. Vieles was ich immer haben wollte, tut eigentlich nicht not. Ich habe das Glück in einer Gegend ohne Krieg zu leben. Fließend Wasser und ein Dach über den Kopf. Hab einen Job, der mir sogar Spaß macht! Außerdem bin ich Gesund und mein „größtes Problem“ ist es entweder, einen Parkplatz direkt vor dem Haus zu bekommen oder es regnet draußen. Ich kann mich wirklich nicht beschweren und trotzdem machen uns Soziale Medien, Zeitschriften oder das Internet weiß – ohne Produkt X sind wir alles nichts.

Aber was mache ich nun für’s Klima!? Weniger Auto fahren ist schon mal ein guter Anfang. Klamotten länger tragen – obwohl ich meine Sachen schon immer bis zum Ende schleppe. Beim Kauf von neuen Sachen darauf achten, wo diese herkommen und ob diese wirklich sein müssen. Achja und ich versuche tatsächlich seit dieser Woche beim Einkaufen auf Palmöl zu verzichten. Wo bitte ist dieses Zeug überall drin!? Schokolade, Käse, Spülmittel oder Zahnpasta. Mehr Lokal einkaufen ist auch nicht schlecht, denn das spart lange Transportwege und somit CO2.

Weniger Autofahren klappt eigentlich ganz gut. Mit dem Rad kann ich zur Arbeit pendeln. Kleine Einkäufe auch mit dem Fahrrad erledigen. Immerhin hab ich 5 Räder. (Ja, auch hier stellt sich die Frage: „Reichen nicht vielleicht auch 3!?“ – Antwort: Nein.)

Das Thema Reisen wird noch interessant. Kreuzfahrtschiffe sind ja eigentlich so richtige Klimaschleudern, trotzdem würde ich gerne mal eine Kreuzfahrt machen. Da bin ich ehrlich. Dieses Jahr wird es wohl eher das Festland bleiben und das Auto kommt zum Einsatz. Bus und Bahn sind tatsächlich keine Option für mich. Bequemlichkeit spielt auch eine Rolle, aber eher der Vorteil der Flexibilität.

Auch überlege ich, dass mein nächstes Auto ein Hybrid wird. So kann ich elektrisch fahren und auch hier wieder CO2 sparen und wenn es darauf ankommt bedenkenlos mit Verbrenner unterwegs sein. Das Ladenetz ist nach kurzer Recherche einfach noch ein Armutszeugnis für Deutschland, mit Blick auf MV ein Witz. Und für ein richtiges Elektroauto fehlt mir im Moment einfach der Mut. Auch da bin ich ehrlich.

Wie komm ich also auf das ganze Klimathema. Naja, wenn man sich mal auf Nachrichtenseiten umsieht – gibt es neben Corona und Krieg kein anderes Thema was soviel thematisiert wird. Außerdem habe ich in dieser Woche ein neues Buch angefangen: „Wir Klimawandler – Wie der Mensch die Natur der Zukunft erschafft“ von Elizabeth Kolbert.

Thema ist hier, wie die Menschen die Umwelt so beeinflussen um noch mehr Nutzen aus sie zu ziehen. So werden Flüsse begradigt, um sie für die Schifffahrt besser nutzbar zu machen. Kürzere Transportwege. Das Nachteil ist häufig, dass die Lebensqualität im/am Gewässer sinkt bzw. die Wasserqualität rapide abnimmt. Bisher bin ich erst im 1.Kapitel angelangt, wo es genau um dieses Thema geht und finde es erschreckend wo der Mensch überall seine Finger im Spiel hat.

Aber lassen wir erstmal das Klimathema. Bin ja auch kein Klimaaktivist. Schließlich soll es doch eigentlich um die Programmierung oder den Sport gehen. Das Ziel für dieses Halbjahr noch immer fest im Blick: Das Bohemien Border Bash Race.

In dieser Woche bin ich 2x mit dem Fahrrad zur Arbeit gependelt. Gestern und heute Morgen war ich auch wieder unterwegs – in dieser Woche aber deutlich weniger als sonst. So soll diese Woche als Entlastungswoche zählen, um die nächsten 3 Wochen nochmal die Umfänge hochzufahren. Weil dann geht es tatsächlich schon nach Tschechien.

In Zahlen sah die 12.Vorbereitungswoche in Zahlen so aus:

Gesamtzeit: 6:41h
Kilometer: 188,1km
Höhenmeter: 393hm
Einheiten: 6
Athletik: 2

Am Arbeitsweg kann und will ich nicht viel ändern. Bei den Ausfahren am Wochenende baue ich aber nun viel mehr Waldwege bzw. Gravelpassagen ein um mich nun spezifischer auf das BBBR in 4 Wochen vorzubereiten. Kommende Woche werde ich mein Rad nochmal etwas umbauen und anpassen und am Wochenende nochmal ein große Tour unternehmen um das komplette Setup zu testen. Gute Vorbereitung ist schließlich alles.

Blieb dann noch Privat etwas Zeit habe ich mich mit Datenbanken und Python befasst. So plane ich mit einem Mikrocontroller ein paar Temperaturwerte auszulesen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung etc..) und diese per Python-Script dann zukünftig zu speichern. Das Script und die Datenbank funktioniert schon einmal, so dann ich mich in den nächsten Tagen mit dem Mikrocontroller befassen werde.

MySQL-Datenbank mit noch Pseudowerten.
Pythonquellcodeausschnitt mit abgefragten Werten von der Datenbank.

Heute werde ich im Garten noch die Hecke schneiden und den Tag so entspannt ausklingen lassen. Vielleicht noch etwas Lego bauen, dazu bin ich in dieser Woche noch gar nicht gekommen.

Euch wünsche ich noch einen schönen Sonntag und bleibt gesund!

Stephan


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