Charly.

Er war ein großer Teil meiner Familie und wir mussten ihn leider in der Nacht zu Dienstag (04.04.2017) gehen lassen. Eine zu Spät erkannte Zahnfleischentzündung im letzten Jahr machte ihn bis zuletzt zu schaffen. Man bekam das Zahnfleisch in den Griff, jedoch wandere die Entzündung im Körper weiter zu den Nieren und der Leben.

Und Dienstagfrüh bekam er seinen 3. epileptischen Anfall und ich habe es trotz ruhige Worte, streicheln und Notfallmedizin in 2,5h nicht geschafft ihn zu beruhigen. So das nur noch die Notfalltierklink übrig blieb.

Er war ein alter Hund. Stolze 12 Jahre und 4 Monate. Charly gehörte die letzten 10 Jahre praktisch zu mir. Mit knapp 3 Monaten kam er vom Züchter zu meinem Vater. Er kümmerte sich wirklich rühend um ihn, jedoch verstarb mein Vater (05.04.2007) knapp 2 Jahre später an Lungenkrebs. Meine Mutter ist täglich 10h für ihre Arbeit aus dem Haus/unterwegs und versprachen meinem Dad noch am Sterbebett, Charly nicht ins Tierheim zu geben.

Da ich zu diesem Zeitpunkt als Triathlonprofi unterwegs war, verbrachte ich ausserhalb meiner Trainings immer zuhause und so konnte ich mich super um Charly kümmern und für ihn da sein. Auf den Tag fast genau 10Jahre war er von da an mein treuer Begleiter, mein Kumpel der, auch wenn ich mal 5-6h mit dem Rad unterwegs war es nicht immer verstand das man lieber Mittagsschlaf machen wollte, sondern mit seiner Quietschente zum spielen ankam. Er im Sommer mit zum Strand schwimmen kam oder auf die Sachen aufpasste. Oder der durch seinen treuen Blick jedes Herz zum schmelzen brachte.

Am Dienstag also musste ich ihn gehen lassen. Zurück zu seinem Herrchen, meinem Vater. Seit Dienstag hat sich meine Welt und mein Leben schlagartig geändert. Ich komme nun Abends heim und niemand kommt mich begrüßen. Ich sitze beim Essen und niemand schaut, ob es nicht vielleicht doch noch etwas ab gibt. Niemand ist da, wenn man mal traurig oder nachdenklich ist.

Und auch beim Schreiben dieser Zeilen, habe ich einen dicken Kloß im Hals und versuche meine Tränen zurück zu halten. Ich bin ehrlich, er fehlt mir schrecklich und ich liege jeden Abend im Bett, denke an ihn und verdrücke ein paar Tränen. Er war der coolste Hund der Welt und die Gewissheit, das er nun keine Schmerzen mehr hat und bei meinem Vater im Himmel ist tröstet mich ungemein.

Machs gut Sambico!

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Charly (14.11.2014 – 04.04.2017)

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2 Gedanken zu “Charly.

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