Optimismus.

Normalerweise habe ich sowas wie Neujahrsvorsätze nicht (Okay, weniger Schokolade… aber das klappt eh nie.), aber für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen – positiver durchs Leben zu gehen und mehr optimistisch zu sein. Ich bin eher ein pessimistischer Typ, mache mir manchmal zu viele Gedanken, wo keine Nötig sind oder sehe schnell alles „Schwarz“ obwohl das Kind noch gar nicht in den Brunnen gefallen ist.

Ab und zu schaffe ich es aber an diesen „Neujahrsvorsatz“ zu denken, meine momentane Situation zu reflektieren und stelle dann wieder fest, ist doch alles gar nicht so schlimm und werden dann viel gelassener. 

Dabei geht es so vielen Menschen auf der Welt wirklich schlecht. Kriegsvertriebene oder Menschen, die gerade um ihre Existenz kämpfen – weil seit Monaten durch Corona die Läden geschlossen sind. 

Und ich habe ein Dach übern Kopf, fließend Wasser und 5min zum Supermarkt. Da stellt man dann fest, die Grundbedürfnisse sind alle mehr als „befriedigt“ und trotzdem ist man unzufrieden. Ist doch Blödsinn. Die letzten Tage versuche ich mich wieder etwas zu erden und merke, mit wie wenig man doch auskommt und was „Luxus“ ist. Minimalismus nennt man das ja „Neudeutsch“ und ist zum Beispiel so ein Trend. Seit Mitte der Woche habe ich eine Nachtischlampe. Und diese begeistert mich noch immer, denn das heißt jetzt – nicht mehr nachts im Dunkeln den Lichtschalter suchen und ich kann nun mit angenehmem Licht im Bett lesen und mein Rad anschauen.

Unsere Großeltern hatten nach dem Krieg auch nichts und waren einfach nur glücklich mit dem was sie hatten. Meine Oma hat wohl früher immer gesagt: „Man soll nicht nach Links oder Rechts schauen, sondern nur auf sich und das was man hat.“ Recht hat Sie und so werde ich versuche, in Zukunft auch mehr auf mich zu schauen als auf andere.

Achja, einen Job habe ich auch. Gut, manchmal ist dieses stressig. Welches nicht?! Wenn zum Beispiel irgendwas nicht so funktioniert und eine Aufgabe nach der Anderen reinflattert. Aber er macht mir Spaß und ich würde so schnell nicht tauschen wollen. Diese Woche stand weniger das Programmieren im Vordergrund, da keine Zeit. Es gab nämlich 2 neue Server und 2 neue Switche, die dank des Brexits fast 9 Wochen von England bis zu uns nach Deutschland gebraucht haben. Diese lagen so lange beim Zoll, weil dieser zurzeit wohl heillos überfordert ist und man kann es ihm nicht verübeln, denn so richtig sieht doch eh kein Mensch da durch.

Jedenfalls lief die Installation und Konfiguration der Server sowie der Switche weitestgehend problemlos und dann war die Woche auch schon wieder beinahe um. 

Sportlich verlief die Woche wieder solide. Insgesamt war ich 3x auf dem Rad und 4x Laufen. Dazu kamen noch 3x Athletik und so gute 10h Sport zusammen.

Gestern war ich zur ersten längeren Fahrt mit meinem Gravel-Bike aufgebrochen. Das Orbea fährt sich wirklich sehr angenehm und komfortabel. Es ging zum Freilichtmuseum Groß Raden, wo man ua. eine slawische Ausgrabungsstätte besuchen, viel über die slawische Kultur lernen und in den Wäldern die Natur genießen kann. Ein Besuch ist es auf jeden Fall wert.

Eingang zum Freilichtmuseum Groß Raden.
Güstrow – Groß Raden. Mehr Details gibt’s auf komoot.

Wenn dann noch Zeit bliebt programmierte ich weiter in C. Thema ist hier noch immer die Arbeit mit dem Stack sowie Datenstrukturen und Zeigern. Außerdem habe ich mich zusätzlich noch mit dem Thema des Reverse Engineering – dem „Zurückentwicklen“ von Software – befasst. Ein Thema was durchaus eine gewisse Grauzone ist, denn wenn Software nicht unter der „Label“ Open-Source läuft, möchten die Entwickler in der Regel nicht das man sich den Quellcode und die Funktionen hinter der Programmoberfläche ansieht. Auch hier muss man abwägen, was man machen will. 

Auf der einen Seite, die Software, die man käuflich erwirbt und ggf. nachbaut oder bestimmte Funktionen kopieren. Oder die andere Seite, wenn man zum Beispiel Wissen will wie bestimmte Malware oder Viren funktionieren, um Software für den Schutz dagegen zu entwickeln.

Es ist ähnlich wie bei einem Dietrich. Der Schlüsseldienst öffnet damit Türen, damit die Besitzer wieder in die Wohnung können. Der Dieb nutzt aber ebenfalls sowas, um sich unerlaubt Zutritt zu verschaffen. 

Naja, Dietrich hin oder her. Wenn man sich so ein bisschen für IT-Sicherheit interessiert, kommt man an das Thema Reverse Engineering nicht vorbei. Außerdem ist C eine sehr hardware-nahe Programmiersprache und so kommt irgendwann eins zum anderen.

Heute werde ich den Tag noch etwas nutzen, um Ordnung zu schaffen, ein bisschen an die frische Luft zu gehen und weiter programmieren oder etwas lesen.

Euch wünsche ich einen schönen Sonntag und guten Start in die neue Woche!

Bis dann,

Stephan  


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