Grenzbereich

Das kennt doch jeder, oder? Wir tun etwas, was vielleicht fragwürdig ist oder bewegen uns sozusagen auf „dünnen Eis“. Ich habe diese Woche einen Artikel gelesen, dass sich zum Beispiel im HomeOffice – der Bereich zwischen Privatleben und Job immer mehr verschmilzt und die Menschen nicht mehr richtig abschalten können und so irgendwann „ausbrennen“. Früher war es ja ein absolutes NoGo, nach der Arbeit noch zuhause irgendwas für seinen Job zu erledigen und es sorgte eher für unverständlichen Kopf schütteln.

Auch las man damals häufig, dass die Menschen einfach krank davon werden und das Privatleben darunter leidet, wenn wir nicht einmal Pausen einlegen und uns ablenken. Es gab also unzählige Ärzte, die davor warnten.

Darüber spricht seid Corona irgendwie niemand mehr, obwohl die Gefahren im Moment doch soviel größer sind. Ich oute mich mal und gehöre selbst zu dieser Sorte, die auch nach der „offiziellen“ Arbeitszeit immer mal wieder noch etwas für den Job erledigen und praktisch immer erreichbar sind. Und das Schlimme daran ist, man weiß es ist nicht optimal und ändert trotzdem nichts daran. Ein Grenzbereich eben.

Kommen wir aber nun zurück zum Beitragstitel. Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich gestern mal wieder eine längere Tour mit meinem Gravelbike gemacht habe und es ging ua. nach Plau am See. Dabei führte mich die Tour durch den Wald entlang der ehemaligen Damerow-Kaserne zwischen Neu Poserin und Karow, wo auch das Bild mit dem Hinweisschild vom Speergebiet entstand. 

Früher Kaserne, kann man dort heute Draisine fahren.
Schleuse in Plau am See.
Wunderbarer Waldweg in Mitten der Natur.

Insgesamt war ich die Woche wieder gute 8,5h auf dem Rad. Davon 2x „Outdoor“ und 2x „Indoor“ auf der Rolle. Zusätzlich war ich 5x Laufen, so dass wieder gute 15h Sport diese Woche zusammenkamen. Manchmal bin ich selbst überrascht, wie viel so in einer Woche so zusammenkommt, aber es ist ein toller Ausgleich zum Job und man kann dabei wunderbar abschalten.

Außerdem habe ich mich in dieser Woche nochmal selbstbeschenkt. Oder verbuche ich es eher als „über den Tellerrand schauen“ bzw. am Ball bleiben? Als Softwareentwickler oder als jemand der im Bereich der Informatik tätig ist, darf man nämlich einen Fehler nicht machen: Sie nicht für die neuste Technologien und Entwicklungen in der IT zu interessieren!

MacMini M1 und MacBook Pro M1 (jeweils mit 16GB RAM, 512GB SSD und 8 Core CPU/8 Core GPU).
Alles was man braucht.

So bin ich nun neuer stolzer Besitzer eines MacMini mit neuen Apple M1-Chip und einem neuen MacBook Pro mit M1-Chip. Jeweils in der 16GB RAM, 512GB SSD sowie 8 Core-CPU und 8 Core-GPU – Variante. Da ich damit zukünftig noch so einiges vorhabe, aus meiner Sicht ein logischer Schritt. Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr. 

Apple neue Hardware mit M1-Chip wird mit macOS BigSur 11.1 ausgeliefert.
Also erstmal auf die neuste macOS-Version 11.2.3 updaten.
Xcode für die Softwareentwicklung von macOS- und iOS-Programmen wird auch immer umfangreicher.

Zurzeit bin ich erstmal damit beschäftigt die beiden Rechner zu updaten und die benötigte Software einzuspielen. Bei einem kleinen Test beim Ausführen eines XCode-Projektes in Form einer selbstprogrammierten iOS-App war ich aber wirklich beeindruckt über die Leistung und Geschwindigkeit. Auch der Programmstart von Programmen „dauert“ einfach nicht mehr. Es ist sofort da!? Und das ist ja die große Stärke des M1-Chip von Apple und lässt sehr viele Intel-Prozessoren ziemlich alt aussehen.

Der Nachteil ist natürlich, es handelt sich bei dem M1-Chip um ein SoC (System on a Chip). Bekannt eher aus dem IoT- oder Smartphone-Bereich, befinden sich dort Prozessor, der Arbeitsspeicher und die Festplatte auf einem Chip. So dass diese Komponenten nicht ausgetauscht bzw. erweitert werden können. Die Reparaturbarkeit ist so natürlich gleich 0. Also wieder ein Grenzbereich. In Sachen Performance TOP – die Nachhaltigkeit aber „nicht so gut“. 

Jetzt kann der aufmerksame Leser dieser Seite aufschreien. Denn vor einiger Zeit habe ich noch über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Minimalismus geschrieben und wie wichtig das für unsere Welt ist und dann wird neue Hardware gekauft, obwohl es die Alte noch tut. Das ist absolut richtig. Ich könnte jetzt einwerfen, die Gehäuse des MacMini und den MacBooks sind aus recyceltem Aluminium, aber das ist ja eine sehr schwache Ausrede. Ich denke jeder muss selbst für sich einen „Grenzbereich“ finden, womit er sich identifizieren und mit seinem Gewissen vereinbaren kann.   

Und sonst noch? Auf Arbeit hatte ich viel um die Ohren, aber so ist es manchmal. Es gibt solche und solche Phasen. Ganz wichtig dabei ist, niemals den Spaß an der Sache zu verlieren. 

Privat schaute ich mir weiter ein bisschen die Programmiersprache C an. Kümmerte mich aber natürlich um meine neue Hardware, spielte die 7.Beta von macOS BigSur zum testen ein oder las noch ein paar Seiten. Tja, und dass war schon wieder die Woche gewesen. 

Ab der kommenden Woche ist in Mecklenburg-Vorpommern der „harte Lockdown“. Naja, so „hart“ ist das gar nicht – aber das ist ein anderes Thema…

Schönen Sonntag und bis dann,

Stephan


2 Gedanken zu “Grenzbereich

  1. Viel Spass und Erfolg für die Projekte, die Du mit der neuen Hardware in Angriff nimmst. 🙂

    Bin auch gerade am Überlegen meinen bald 8 Jahre alten Laptop gegen etwas Aktuelles auszutauschen. Aufgrund der Rohstoffknappheit könnten die Preise für Hardware immer mehr steigen und ich würde Endes des Jahres u. U. für dasselbe Gerät das Doppelte bezahlen.
    Aber du weist ja bistimmt auch wie das ist – da wartet mal lieber noch ein bischen auf die neue Prozessorgeneration, damit das Gerät nicht gleich veraltet ist, sobald man es aus dem Laden trägt. 😀
    Wobei es als Linux-Nutzer nicht empfehlenswert ist die aktuellste Hardware zu besitzen, da die Unterstützung immer etwas hinterher hängt.

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo „linux“ 🙂

      Danke dir vielmals und ich bin fleißig beim umsetzen. Ich bin noch immer ganz begeistert von der Performance der neuen Hardware und dem Handling.

      In Sachen aktueller Hardware hast du völlig recht. Obwohl es auch im Bereich von Linux in den letzten Jahren einen ordentlichen Schritt nach Vorne gegeben hat und die Community ganz schön gewachsen ist.
      Mein erster Kontakt mit Linux war damals mit Ubuntu 4.10 bzw. Debian 3.0 (habe beides noch auf CD hier).
      Da weiß ich noch, durch fehlenden Skills und Treiber habe ich eine WLAN-Karte nie zum laufen bekommen… 😅
      Heute ist das in der Regel ja kein Problem mehr. 👍🏻

      Das mit der Rohstoffknappheit und den steigenden Preisen merkt man schon ordentlich. Schnell auf Arbeit einen Laptop für‘s HomeOffice zu beschaffen, kann da schon mal ein Abenteuer werden.
      Ich drück dir die Daumen das du trotzdem was schönes findest! 🙏🏻👍🏻
      Berichte mal, was es am Ende geworden ist!

      Liebe Grüße,
      Stephan

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